Da wir dieses Mal mit 2 Fahrzeugen unterwegs waren trafen wir uns am P&R-Platz vom Bahnhof  Germering um nach Immenstadt zu fahren. Dort luden die Fahrer Ihre Passagiere aus, um über Oberstaufen weiter zur Talstation der Hochgratbahn zu fahren. Leider dauerte die Fahrt aufgrund der vielen entgegenkommenden Radlfahrer ca 1,5 Stunden, so daß wir erst gegen 12 Uhr oben am Mittagsberg ankamen. Der Sessellift ist mit über 2 Kilometern übrigens der längste Bayerns. Von dort spazierten wir auf breitem Fahrweg zum Bärenkopf. Hier wurde der Weg schmäler und wir gingen etwas bergab und umso steiler wieder auf den Steineberg zu kraxeln. Oben trennt sich dann mit einer ca 20 m langen Leiter die Spreu vom Weizen -

allerdings kann die Leiter durch einen 20 Minuten Anstieg umgangen werden. Vorbei am Steineberg waren teilweise Drahtseile in das Nagelfluhgestein gespannt.  Hier trennten sich erstmals unsere Wege um direkt auf die Alpe Gund abzusteigen, wo bereits ein phantastischer  Birnenkäsestreusel auf uns wartete. Diese direkte Route wurde von fünf Mitgliedern unserer Gruppe genutzt, während die anderen drei noch den Gipfel des Stuiben besteigen wollten. Kurz vor dem Gipfel hilft ein längeres Drahtseil über eine große Nagelfluhplatte. Nach einer längeren Gipfelpause stiegen wir auf der anderen Seite des Stuiben wieder Richtung Alpe Gund, wo wir unser Nachtquartier hatten, ab. Dieser Weg führt ohne Schwierigkeiten durch eine Kuhweide hinab. Dort wurden die drei Gipfelstürmer von den anderen fünf erwartet. Nach einem guten Hüttenabendessen, Spaghetti Bolognese, und einem schönen Hüttenabend bezogen wir unsere vorreservierten Zimmer. Am Abend wurde noch vor der Hütte vielstimmig für einen Wettbewerb geprobt. Leider fiel in der Nacht starker Regen, so daß wir den Weiterweg zum Hochgrat über den Gratweg auf nächstes Jahr verschieben mussten. Unglücklicherweise kam über Nacht eine Migräneattacke, so daß nur 6 Wanderer die Tour zur Talstation der Hochgratbahn fortsetzen konnten. Dieser Weg führte ca 14 Km. teils asphaltiert und schöner Wanderweg am Bach entlang zur Talstation. Den anderen Beiden wurde von Katrin, der Hüttenwirtin angeboten, ins Tal gefahren zu werden, was allerdings entrüstet abgelehnt wurde. Wir traten dann später den Rückweg an, dieser führte durch Wiesen und Felder und wurde von mehreren 4-Blättrigen Kleeblättern und einem mindesten 1 Pfund schweren Prachtexemplar von Steinpilz belohnt  Am Parkplatz angekommen, wurden wir bereits von den Anderen erwartet. Trotz nicht optimalem Wetter ein superschönes Wochenende.