8 km
Anderer Tag, andere Uhrzeit, gleicher Treffpunkt. Heute Morgen schon um 9 Uhr trafen wir uns wieder vorm Rischart. Unser Ziel war dieses Mal die Domstadt Freising. Direkt am Bahnhof wurden vom Freisinger Bären begrüßt. Es gibt die Legende, daß der Bischof Korbinian einen Bären gezähmt hat, der seinen Packesel getötet hatte. Der Bär trug dann sein Gepäck weiter nach Rom und wurde so zum Wappentier von Freising. Wir benutzten den Schrägaufzug, der uns alle zum Diozesanmuseum hinaufbrachte. Hier besuchten wir die Ausstellung "Himmlisches Wiedersehen" von Ludwig I bis zum blauen Reiter. Zuerst fesselte uns eine Lichtinstallation, für die alle Überschuhe anziehen mussten. Hier fühlte man sich wie auf Watte, es war jedem schwindlig, ein komisches Gefühl. Die Einführung zur Ausstellung im 2. OG. führte uns durch den Glaspalast - dort wo heute wieder die Schrannenhalle steht - der später auch von einem Feuer total zerstört wurde. Die Architektur des Museums begeisterte uns und später konnten wir auch noch bei den Klängen eines Klavierkonzertes die Akkustik genießen.
Beim Aufenthalt auf dem Balkon hatten wir einen Überblick über die Freisinger Altstadt. Im Dom findet man alle Baustile der letzen Jahrhunderte, von der romanischen Krypta bis zu den Stuckfresken der Asambrüder. Beeindruckend waren auch die kunstvollen Gitter vor den Seitenaltären, die alle vergoldet sind. Wir schlenderten den Domberg hinab zum Hauptplatz und weiter Richtung Weihenstephan. Da der Roider Jackl ein waschechter Freisinger war, haben sie Ihm einen Brunnendenkmal mit der Aufschrift: "Jetzt muaßt aufhörn zum Singa, sonst wer I no berühmt, und kriag a a Denkmal, wos Wasser rausrinnt." aufgestellt. Direkt an der Moosach sitzt der Karl Obermayr, bekannt für seine Rolle als Kopfeck Manni im Monaco Franze und vieler weiterer Film- und Theaterstücke. Unser weiterer Weg führte uns den Weihenstephaner Berg hinauf, vorbei an der Korbiniansquelle zur Brauereiwirtschaft. Der Biergarten war gut besucht, das Essen sehr abwechslungsreicht und nicht überzogen teuer. Angeboten wurde auch ein Bierbrettl, 3 kleine 0,1 L. Gläschen mit 3 verschiedenen Weihenstephaner Bieren. Durch den Diekmanngarten unter blühenden Zieräpfelbäumen spazierten wir zurück zur S-Bahn. Der Pakt mit Petrus hat gehalten - wir hatten den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein und es war schön warm.























