03.-06.09.
1. Tag 12,5 Km ca. 850 Hm, ca 6 Stunden
Am Kirchplatz verteilten wir uns auf 2 Autos um nach Berchtesgaden zu fahren. Das Parkticket an der Jennerbahn kostet für 3 Tage 27 €, die Fahrt zur Mittelstation nochmals 20 €. Zuerst führt die Forststraße teilweise recht steil aufwärts zur Enzianalm, leider waren wir zu spät um zu den Öffnungszeiten am Freitag von 9-11 Uhr den hier gebrannten Enzian probieren zu können. Von hier gehts über Wiesenwege weiter zur Königsbachalm Dort werden die Wege schmaler und es geht steil den Hirschlauf hinunter und nachdem wir den kleinen Bach gequert haben über Stufen und teilweise am Felsen entlang wieder hinauf. Wir querten eine Almwiese und kamen wieder auf eine Forststraße, die sehr steil über viele Serpentinen nach oben führte.
Hier mußten wir die Straße mit zahllosen Mountainbikern teilen. Nur Einer war unverschämt und beschimpfte uns, da wir nach seiner Meinung in seiner Fahrtlinie standen. Oben angekommen ging es in 5 Minuten weiter zur Gotzenalm. Nachdem der erste Durst gelöscht war stiegen wir in 20 Minuten noch auf den Feuerpalfen, einen Aussichtspunkt der gegenüber von St. Bartholomä den Blick auf den Königssee freigab. Abends genossen wir das gute Abendessen, Rindergulasch oder leckere Kaspressknödel mit Salat. Das Wasserproblem wurde mit zeitweise abgeschlossenen Waschräumen erledigt. Auf dem Weg zu den Plumpsklos bewunderten wir den tollen Sternenhimmel, die Milchstraße und auch einige Sternschnuppen.
2. Tag 13,5 Km, ca 650 Hm, ca 6 Stunden
Frühstück gab es bis 8:30 Uhr und wir konnten uns am umfangreichen Buffet bedienen .Obwohl für 10 Uhr etwas Regen angesagt war zogen wir trotzdem über die Almen südwärts los. Wir querten eine Felsabbruch, der mit vielen steilen Wiesen durchzogen war, teilweise gab es eine Seilversicherung. Unten angekommen teilte sich der Weg, nach links ging es nach oben zum Schneibsteinhaus, nach unten zur Wasseralm. Es ging wieder steil bergauf, über Stufen, die eher an Leitern erinnerten am Felsen entlang.. Je weiter wir nach oben kamen, desto mehr konnten wir den Obersee. bewundern. Oben angekommen mussten wir noch eine Brücke über die ausgetrockneten Bachläufte überqueren um die Wasseralm zu erreichen. Auf der DAV Hütte hatten wir 6 Lager reserviert. Die Übernachtung kostete 15 € und es waren 63 der 66 Lager belegt. Die Wasseralm in der Röth ist für Ihre Essenspolitik- es gibt jeden Abend einen Gemüseeintopf mit und ohne Würstel, weit und breit bekannt. In meiner Erinnerung war die Wasseralm für reißende Bäche bekannt - es gab unzählige Murmeltiere und auch Hirsche die Abends bis an die einzelnen Gebäude herankamen. Wir sahen nur eine Hirschkuh mit einem Kalb. Zwischenzeitlich begann es wieder zu regnen. Die Gäste die von der Gotzenalm oder vom Kärlinger Haus kamen wurden durchgewunken, die vom Schneibsteinhaus mußten die Rucksäcke in Plastiktüten verpacken. Dort wurden vor einigen Jahren Bettwanzen gefunden und es kommt mind. einmal jährlich der Wanzenspürhund.
3. Tag 13,5 Km, ca 6 Stunden
Die Hüttenwirtin empfahl uns über den Röthsteig zum Salettl abzusteigen, dieser sei besser gesichert. Am Morgen sahen wir dann doch noch ein pummeliges Murmeltier, daß auf einem Holzstoß chillte. Die Wolken verzogen sich und wir wanderten durch einen Zauberwald. Ivana erwartete daß die 7 Zwerge gleich auftauchten - ich hätte mich nicht gewundert, wenn plötzlich ein Dinosauerier um die Ecke getrabt wäre. Immer wieder bewunderten wir den Blick über den türkisen Obersee zum Watzmann. Nach einer Stunde querten wir die Felswand und hangelten uns an den Drahtseilen entlang. Im Wasserfall tröpfelte nur ein kleines Bächlein herab. Wir konnten uns nicht vorstellen, wie man den Wasserfall im Frühjahr bei höheren Wasserspiegel überqueren könnte. Nach 3 Stunden kamen wir immer weiter nach unten und der Weg wurde immer grobsteiniger. Erst als wir unten auf den Almwiesen ankamen wurde der Weg wieder angenehmer und wir stiefelten vor zum Obersee. Zurückblickend konnten wir uns nicht vorstellen wo wir gerade durch die senkrechte Wand nach unten geklettert waren. Vorbei an der Fischunkelalm stürzten sich unsere Grazien in die kalten Fluten und genossen die Abkühlung. Hier war von Einsamkeit leider keine Rede mehr, wir hörten alle Sprachen, außer Deutsch. Der Obersee schillerte in grün und es spiegelten sich die Berge. Wir zogen in der Karawane weiter zum Salettl. Dort konnten wir für 14.50 € eine Fahrkarte übers den See kaufen und bestiegen das volle Boot Richtung St. Bartolomä. Da hier viele Touristen ausstiegen, konnten wir die restliche Fahrt mit Blick auf die Saugasse, den Watzmann mit seiner Frau und den 7 Kindern geniesen. An der Bedarfshaltestelle Kessel und dem Malerwinkel vorbei kamen wir schon wieder in Schönu an. Vorbei an den Touristenläden waren wir froh endlich unser Auto auf dem Jennerbahn Parkplatz zu erreichen.
Jeder von uns hatte einen anderen Höhepunkt, aber alle genossen die gemeinsame Tour



































